Der Tag der seelischen Gesundheit. Ein besonderer Tag für die Seele! 10. Oktober

Wer hat´s gewusst? Der 10.10. ist der internationale Tag der seelischen Gesundheit! Dieser wurde bereits 1992 – also zu einer Zeit, in der das Wort „Burnout“ wenig verbreitet war – in Zusammenarbeit mit der WHO ins Leben gerufen, um das Bewusstsein für die Wichtigkeit der seelischen Gesundheit zu erhöhen. Seit 2007 existiert in Deutschland das Aktionsbündnis „Seelische Gesundheit“, das alljährlich eine Aktionswoche mit zahlreichen Veranstaltungen in Berlin und in weiteren 50 Regionen anbietet. Auf http://www.aktionswoche.seelischegesundheit.net bekommt man einen Überblick über alle Aktionen und weitere Informationen. Es ist bemerkenswert, wie viele Gebiete sich bereits beteiligen, um auf die dieses immens wichtige Thema aufmerksam zu machen. Die Zahl ist von Jahr zu Jahr steigend. Wer einen Blick auf die Veranstaltungskarte wirft, wird schnell feststellen, dass es derzeit bei uns im hohen Norden – in Schleswig-Holstein und Hamburg – keine Aktionen gibt. Aber was nicht ist, kann noch werden im nächsten Jahr! Und sowieso gilt: Jeder einzelne ist gefragt. Nehmen Sie den 10.10. zum Anlass, etwas für sich zu tun. Selbst aktiv werden, lautet die Devise. Fangen Sie klein an, halten Sie es schlicht. Schenken Sie sich selbst die Zeit für eine ganz persönliche Wohltat. So unterschiedlich wie die Menschen sind, so unterschiedlich werden die Ideen sein. Schauen Sie, was für Sie persönlich genau richtig ist – und machen Sie´s! Und für alle, die sich schwer damit tun, selbst eine Idee für eine Auszeit zu entwickeln, hier nun die Anleitung für eine kleine Übung, die wunderbar in die beginnende dunkle Jahreszeit passt: „Stell dich bei Dämmerung vor ein großes Wohnhaus und warte, bis 11 Fenster erleuchtet sind“, sagt man mir. Ich versuche das Warten. Ich versuche es und stelle mich an eine mittelstark befahrene Straße. Es ist dunkel, es ist kalt, es nieselt. Ich lasse die Autos an mir vorbei rauschen. Richte meinen Blick auf die Fenster eines vierstöckigen Jugendstilhauses und warte. Meine Einkaufsliste kommt mir in den Sinn. Regen, ich rieche den Regen. Nichts geschieht. Was tue ich hier?! Trotzdem bleibe ich. Halte die Leere aus. Gedanken finden mich: Warum ist es so störend, wenn mein Tagesablauf durchkreuzt wird? Wenn ich nichts Sinnvolles tun kann? Wenn ein Loch sich auftut, ein leerer Moment? Vielleicht würde sich ja die Sehnsucht Raum nehmen. Mich ausbremsen. Eine Lücke finden, klein genug für ein paar Himmelsträume. Und die Vernunft wischt sie nicht weg…. Und plötzlich, während ich da in der Kälte stehe und noch lange keine 11 Lichter brennen, weiß ich, dass ich auf etwas ganz anderes warte. (aus: „Der andere Advent“, Andere Zeiten e.V.)