Kongress „Burnout und Resilienz“ – eine Rückschau

Vom 22. bis 26. Juni 2014 fand in Bad Kissingen der alljährliche Kongress der Heiligenfeld-Akademie statt, dieses Jahr mit einem sehr aktuellen Thema, das zumindest in Teilen in aller Munde ist: Burnout und Kongress Heiligenfeld 2014Resilienz. Mit dem Begriff „Burnout“ kann nahezu jeder in der Bevölkerung etwas anfangen, fast täglich findet man in der Presse Berichte über DIE Volks- bzw. Gesellschaftskrankheit Nummer 1. Resilienz ist dagegen weniger bekannt. Der Begriff stammt aus dem Technischen und bedeutet laienhaft erklärt, dass z.B. ein Schwamm, den Sie zusammendrücken, in seine alte Form zurückkehrt, wenn der Druck nachlässt. Diese Begrifflichkeit wurde auf das menschliche Phänomen übertragen, dass man auch großem Druck oder Belastungen standhalten und wohlmöglich sogar gestärkt aus einer dramatisch belastenden Situation hervorgehen kann. Man denke nur an das Schicksal des Viktor Frankl, Begründer der Logotherapie und Existenzanalyse, der im KZ einsaß und dort seine Familie verloren hat.

Der diesjährige Kongress wurde eingeleitet mit einem Gedenken an den kurz zuvor verstorbenen Professor Dr. Dr. Dürr, der in 2013 den Abschlussvortrag auf dem Heiligenfeld-Kongress (Thema: Bewusstsein) gehalten hat. Zur Ehrung und zum Gedenken an diesen großen und weisen Geist wurde ein kleiner Film gezeigt (erstellt von der Heiligenfeld-Akademie). Ein unglaublich berührender Einstieg und eine wunderschöne Erinnerung an diesen Menschen. Ich bin glücklich und dankbar dafür, dass ich diesen Vortrag damals live erleben durfte.

Darüber hinaus finden Sie hier einige Impressionen vom 2014er Kongress. Insgesamt bin ich mit vielen wertvollen Eindrücken aus Bad Kissingen heimgekehrt. Immer deutlicher wird, dass die Gesellschaft, in der wir leben, und die Wirtschaft als solche zu einem Umdenken gelangen muss. Denn das, was bisher vorangetrieben wurde im Sinne eines „höher-weiter-schneller-mehr“, steht unweigerlich vor dem Aus. Alle organischen und damit auch alle menschlichen Systeme sind nur in begrenztem Maße steigerbar. Ein Ende dieser menschlichen Steigerungsfähigkeit ist in der heutigen Zeit erreicht, ein Ende der Ressourcen dieser Erde ist absehbar (Buchtipp: „Die Welt im Jahr 2050“, Laurence C. Smith et al. oder „2052. Der neue Bericht an den Club of Rome: Eine globale Prognose für die nächsten 40 Jahre“, Jorgen Randes et al.). Burnout ist das Symptom der gesellschaftlichen Erschöpfung, möglicherweise sogar das der Erschöpfung der ganzen Welt. Dass es auch anders geht, beweisen bereits im Kleinen einige Unternehmen und es ist macht Hoffnung, dass das Bewusstsein für den Wandel in der Gesellschaft immer mehr wächst.

 

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