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Psychologe? Psychotherapeutin? Psychiater? Heilpraktikerin für Psychotherapie?

Wer macht eigentlich was?!

Das Gesundheitssystem ist alles andere als einfach zu verstehen. Hier erkläre ich dir, wer Psychotherapie anbietet. Und falls du gerade auf der Suche nach einem Erstgespräch bist, hol dir einen Termin* bei mir über den Online-Kalender!

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*Erstgespräche sind kostenfrei und verpflichten nicht zur Buchung von Folgeterminen. Bitte beachte, dass ich eine Privatpraxis führe und nicht mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen darf.

Muss ich zum Psychologen, wenn es mir seelisch nicht gut geht?

Ich beschreibe dir hier, was genau eine Psychologin, eine Psychiaterin, ein Psychotherapeut und ein Heilpraktiker für Psychotherapie macht. Du erfährst, an welche Expert*innen du dich mit deinem psychischen Problem wenden kannst.

Nicht selten beginnen Anrufe in meiner Praxis so: „Guten Tag. Mein Hausarzt hat bei mir eine Angststörung (Depression – Stress-Störung – etc.) diagnostiziert und ich soll jetzt eine Therapie machen. Sind Sie Psychologe? Bin ich bei Ihnen richtig, Frau Cremasco?“

Es ist gar nicht leicht die verschiedenen Professionen auseinander zu halten und zu wissen, wer was macht. Lass uns einen Blick auf die Unterschiede werfen, sodass du am Ende genau weißt, wer dir helfen kann!

Zusammenfassender Überblick

Psychiater? Psychologe? Psychotherapeut? Wer macht was?

Psychologin/ Psychologe

Psycholog*innen haben das Studienfach Psychologie an einer Universität studiert. Psychologie ist die „Lehre der Seele“ und beschäftigt sich mit dem Verhalten und Erleben des Menschen. Nach dem Abschluss des Studienganges können Psycholog*innen in der Forschung arbeiten oder in der freien Wirtschaft – meist in Themenfeldern, wo das menschliche Verhalten relevant ist:

  • Personalabteilungen
  • Personalberatung
  • Personalentwicklung
  • Beratungsstellen

Psycholog*innen dürfen aber nicht therapeutisch tätig sein und anderen Menschen bei der Bewältigung ihrer psychischen Erkrankung helfen. Streben Psycholog*innen dies an, müssen sie eine zusätzliche, therapeutische Ausbildung abschließen. Erst dann dürfen sie psychotherapeutisch arbeiten und nennen sich „psychologischer Psychotherapeut“ oder „psychologische Psychotherapeutin“. Die gesamte Ausbildung und Prüfung sind staatlich organisiert. Die Berufsbezeichnung ist geschützt.

Die Psychiaterin: eine auf psychische Krankheiten spezialisierte Ärztin

Psychiater*in

Ein Arzt oder eine Ärztin, also eine Person, die Medizin studiert hat, kann sich auf das Themenfeld „Heilung der Psyche“ spezialisieren. Hierbei handelt es sich um eine fachärztliche Ausbildung.

Diese Person erlernt psychiatrische und psychotherapeutische Aspekte. Wenn sie die Ausbildung abgeschlossen hat, arbeitet sie entweder als Psychiater*in oder ärztlicher Psychotherapeut bzw. ärztliche Psychotherapeutin.

Es liegt mir fern, Psychiater*innen abwerten zu wollen, jedoch vertreten sie nicht selten die Haltung, dass psychische Krankheiten ausschließlich durch Medikamente geheilt werden können. Als Mediziner*in ist es dem Psychiater bzw. der Psychiaterin erlaubt, Psychopharmaka zu verschreiben.

Dazu zählen zum Beispiel Antidepressiva, Beruhigungsmittel, etc. Außerdem sind die Psychiater*innen die einzigen Behandler*innen, die dich körperlich untersuchen dürfen und dich bei Bedarf auch in ein Krankenhaus einweisen dürfen.

Psychotherapeut*in

Dieser Beruf ergibt sich aus dem oben Beschriebenen: Es handelt sich also entweder um ärztliche oder psychologische Psychotherapeut*innen – je nachdem, für welches Grundstudium (Medizin – Psychologie) sich die Therapeut*innen anfangs entschieden hat.

Und je nach Grundausbildung dürfen diese Therapeut*innen Medikamente verschreiben (ärztliche Psychotherapeut*innen) oder eben nicht (psychologische Psychotherapeut*innen).

Der Psychotherapeut: Was behandelt er?

Der Ausbildungsweg ist grundsätzlich staatlich organisiert. Beide Therapeut*innen haben das Ziel vor Augen, dir bei deiner psychischen Erkrankung zu helfen.

Psychotherapeut*innen haben meist eine bestimmte Richtung, nach der sie die Therapie durchführen: Es gibt zum Beispiel die Psychoanalyse, die Verhaltenstherapie etc. Auch darin lassen sie sich ausbilden.

Psychotherapeut*innen haben entweder einen Kassensitz oder sie arbeiten in einer Privatpraxis. Diejenigen mit Kassensitz sind verpflichtet die Richtlinienverfahren in der Therapie anzuwenden. Was es damit auf sich hat, erfährst du hier.

Heilpraktiker für Psychotherapie: Wie behandelt er?

Heilpraktiker*in für Psychotherapie

Der Beruf des „Heilpraktikers für Psychotherapie“ existiert erst seit 1997. Er ist aus dem Beruf der Alternativ-Behandler*innen „Heilpraktiker*in“ entstanden.

Heilpraktiker*innen für Psychotherapie sind ähnlich wie psychologische Psychotherapeut*innen tätig, sie setzen oft dieselben Therapie-Methoden bei. Genauso wie Psychotherapeut*innen mit einer Privatpraxis sind sie nicht an die sogenannten Richtlinienverfahren gebunden. 

Mein Rat für dich, wenn du Hilfe suchst

 

Wenn du also Leidensdruck spürst, dann können Psychiater*innen, Psychotherapeut*innen oder Heilpraktiker*innen für Psychotherapie relevant sein für dich. Ich rate dir, als erstes zu deinem Hausarzt oder deiner Hausärztin zu gehen. Vertrau dich dieser medizinischen Fachkraft an und lass dich einmal komplett durchchecken. Dies ist sowieso wichtig vor einer Psychotherapie. Denn nur so kann ausgeschlossen werden, dass dein psychisches Problem keine organische Ursache hat.

Wird der Heilpraktiker für Psychotherapie wie ein Psychologe oder ein Psychotherapeut ausgebildet?

Die Ausbildung zur Heilpraktikerin oder zum Heilpraktiker findet aktuell an Privatschulen statt und ist nicht staatlich organisiert. Am Ende der Ausbildung müssen Heilpraktiker*innen für Psychotherapie eine Prüfung beim Gesundheitsamt ablegen. 98% der Prüflinge fallen in der Prüfung durch. Je nach Bundesland sind die Prüfungsbestimmungen unterschiedlich: In Schleswig-Holstein müssen angehende Heilpraktiker*innen für Psychotherapie eine schriftliche und eine mündliche Prüfung bestehen.

Beide sind alles andere als einfach. Ich spreche aus Erfahrung, denn ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie und nach meinem Empfinden schafft niemand die Prüfung, der nicht zuvor über einen langen Zeitraum gelernt hat und sich der zukünftigen Verantwortung bewusst ist. Alle, die den Titel „Heilpraktiker*in für Psychotherapie“ tragen dürfen, haben immer eine staatliche Prüfung absolviert (aber keine staatliche Ausbildung).

Genauso wie die Psychotherapeut*innen sollten Heilpraktiker*innen für Psychotherapie eine Ausbildung in einer Therapierichtung haben, damit sie strukturiert arbeiten können. 

Arbeiten Heilpraktiker*innen für Psychotherapie mit Ärzten zusammen?

In meiner täglichen Arbeit als Heilpraktikerin für Psychotherapie kommt es immer wieder vor, dass ich mit Hausärzt*innen und auch Psychiater*innen und dem örtlichen Krankenhaus zusammenarbeite. Sei es, dass

  • meine Patient*innen Medikamente benötigen, die von den Ärzt*innen verschrieben werden
  • ich Patient*innen von einer Psychiaterin übernehme
  • das Krankenhaus einen Therapiebericht zu einem eingewiesenen Patienten benötigt
  • Patient*innen eine Kur beantragen wollen und im Zuge dessen einen Bericht von mir benötigen.

Du hast ein psychisches Problem und suchst Hilfe?

Tschüß, Stress - moin, Gelassenheit!

Ich bin Julia Cremasco, die Stress-Expertin, und unterstütze dich beim Finden von mehr Lebensqualität.

Julia Cremasco, die Stress-Expertin

Unterjörn 4 Ι 24536 Neumünster

E jcremasco@cremasco.de

T +49 4321 301074

M +49 172 9715393

In meiner Praxis, die ein sicherer Ort für alle FLINTA* ist, sind alle Menschen willkommen. Respekt, Feminismus, Gleichberechtigung und Toleranz sind wichtige Themen in meiner Arbeit. Nicht willkommen sind Rassismus, Sexismus und Queer-Feindlichkeit.