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Selbstakzeptanz: 1. Schritt zum Aufbau von Selbstwert

Teil 1 der Serie „Selbstwert unter der Lupe“ 

Im letzten Blogbeitrag habe ich zum Thema „Selbstwert stärken“ schon einiges geschrieben, heute intensiviere ich das noch einmal. Warum? Weil die Stärkung des Selbstwertes maßgeblich dazu beiträgt, balancierter im Leben zu stehen. Ich lege den Selbstwert quasi ab heute unter die Lupe. Bist du bereit, in die Details zu gehen? Dies ist  der Start einer mehrteiligen Reihe. 

Mehr Selbstwert durch Selbstakzeptanz

Wenn du den vorherigen Beitrag zum Selbstwert noch einmal lesen willst, dann klick bitte hier. Und falls du Anmerkungen oder Fragen hast, dann sende mir gern eine Email:

Den Selbstwert stärken: Was erreichst du dadurch?

Bevor wir an das berühmte Eingemachte gehen, lass uns noch mal ein paar detailliertere Überlegungen anstellen: Warum ist die Sache mit dem Selbstwert so wichtig? Ein ausgeprägtes Selbstwertgefühl hilft uns,

  • gelassener, ja liebevoller mit uns selbst umzugehen
  • überzeugt sein von sich selbst trotz aller persönlichen Baustellen
  • gesund zwischen Nähe und Distanz zu anderen pendeln zu können
  • ein Wohlgefühl zu entwickeln, wenn wir daran denken, wie gut wir eingebunden sind in ein Netz sozialer Beziehungen. 

Wir werden insgesamt zufriedener, ausbalancierter und weniger stressanfällig, wenn unser Selbstwert stabil ist und wir dieses durch und durch spüren.

Wie geht es dir, wenn du dir die vier, oben genannten Punkte anschaust? An welchem Punkt bleibst du besonders hängen, weil es da bei dir aktuell nicht so rund läuft? Merk dir unbedingt den Punkt, denn alle vier werden wir in den nächsten Wochen vertiefen.  Übrigens wirken alle vier Punkte auch selbstverstärkend. Beispiel: Mein ausgeprägtes Selbstwertgefühl führt zu mehr Gelassenheit und je gelassener ich werde, umso mehr stabilisiert sich mein Selbstwert. 

Lass uns als nächstes einen Adlerflug unternehmen über die Bandbreite, die wir in den nächsten Wochen detaillierter betrachten werden. Anschnallen und los geht´s!

Selbstwert stärken: Selbstakzeptanz und Selbstvertrauen

Grob gesprochen setzt sich der Selbstwert aus zwei Säulen zusammen, die sich aus dem eigenen Inneren entwickeln, und zwei Säulen, die im Miteinander entstehen. Zu den ersten beiden Punkten zählen die Selbstakzeptanz und das Selbstvertrauen, zu den letztgenannten gehören die soziale Kompetenz und das soziale Netz. Mit Sicherheit existieren verschiedene Definitionen von den genannten Begriffen. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns für diese Reihe auf jeweils eine Inhaltserklärung einigen. Und was das alles im Einzelnen bedeutet, beleuchten wir Schritt für Schritt in Ruhe. Wir schnappen uns je Begriff immer eine gemeinsame Definition, mit der wir weiter arbeiten werden.

Schau mal in der Grafik oben auf die beiden linken Säulen. Hier starten wir. Das Geniale ist: Hier bist nur du selbst gefragt und sonst niemand. Das macht es zu Anfang etwas einfacher. Zu jedem Punkt erhalten die NewsletterleserInnen direkt eine Übung an die Hand. Du willst auch noch mehr Mehrwert bekommen? Dann hüpf gern in den Verteiler:

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Mehr Selbstwert durch Selbstakzeptanz. Auf geht´s.

Zu den sogenannten intrapersonellen Aspekten – übersetzt: das sind die dir innewohnenden Anteile – gehören die Selbstakzeptanz und das Selbstvertrauen. Die Selbstakzeptanz beinhaltet die positive Einstellung zu sich selbst.

Kannst du dich annehmen, so wie du bist? Kannst du deine Schwächen zulassen? Ein solides Gefühl von Zufriedenheit mit sich, ja ein Einverstandensein mit der eigenen Person stärkt die Selbstakzeptanz. Je mehr du in der Lage bist, dich selbst wertzuschätzen und eins mit dir zu sein und je mehr du in dir selbst zu Hause bist, desto klarer ist deine Selbstakzeptanz aufgestellt. Unbedingt gehört dazu, die eigenen Bedürfnisse zu achten und zu respektieren. Also, wie denkst du über dich? Über deinen Körper? Deine Person?

Wer kennt die bohrenden Selbstverurteilungen nicht:

  • Ich bin zu dick.
  • Ich bin zu dürr.
  • Ich bin zu zu ungeschickt.
  • Ich bin zu plump, egal ob in Bewegung oder Ausdruck. (Diese Selbstverurteilung habe ich erst letzte Woche von einem Patienten gehört, der sich verglichen hat.)
  • Meine Haut ist zu hell, zu dunkel, zu sommersprossig, zu teigig…
  • Ich habe keinen A… in der Hose, egal ob im realen oder übertragenen Sinn.
  • Ich habe hässliche Hände, Beine, Knie, Schultern, Nase, Haaransatz, Zehen etc.
  • Ich – als Frau – habe zu viel, zu wenig, zu sonstwas Oberweite.
  • Ich – als Mann – habe keinen männlich-kantigen Körper.
  • Ich habe ein körperliches Handikap.

Probier mal das folgende Experiment aus: Kannst du dich in Unterwäsche oder sogar nackt vor den Spiegel stellen und mit Überzeugung sagen „Ja, das bin ich und es ist okay so.“? Ich denke dabei nicht nur an das Körperliche, sondern sieh dich bitte als Gesamtheit, wenn du das ausprobierst. Wahrscheinlich ist es auch so, dass diejenigen, die sich äußerlich als schön empfinden, trotzdem innere Verurteilungen spüren wie:

  • Ich bin einfach zu blöd für dieses oder jenes.
  • Ich habe die Prüfung nicht geschafft.
  • Ich habe keinen Ausbildungs- oder Studienabschluss.
  • Ich stottere, wenn ich mit Fremden spreche.
  • Ich habe eine grauenhafte Stimme.

 

Selbstwert stärken heißt auch: Bedürfnisse erkennen und leben. 

Und wie ist es denn mit deinen Bedürfnissen und der Wahrnehmung derselben: Merkst du, dass du ein Bedürfnis hast? Was auch immer: Hunger, Durst, Wärme, Kälte, Pause, Toilettengang, Bewegung, Ruhe, Sex, Nähe, Distanz, Stille, Gemeinschaft etc.?

Jetzt kommt etwas sehr wichtiges: Der Selbstakzeptanz (und dem Achten der Bedürfnisse) ist etwas vorgeschaltet, das nennt sich „Selbstzuwendung“. Diese beinhaltet

  1. sich selbst zuwenden
  2. Achtsamkeit sich selbst gegenüber
  3. sich selbst liebevoll begegnen
  4. für sich sorgen

Schwups, sind wir bei eigentlichen Fundament: Der Achtsamkeit. Ohne diese größtmögliche Aufmerksamkeit für den gegenwärtigen Augenblick und sich selbst in eben jenem gegenwärtigen Augenblick sind alle Folgeschritte nur schwerlich möglich. Achtsamkeit ist das Fundament jeder Form von Selbstzuwendung. Bitte vergiss nicht, dass es sich hierbei weniger um eine Technik als vielmehr um eine innere Grundhaltung handelt. Darüber habe ich bereits hier geschrieben. Und bitte unterschätze die Wichtigkeit der Achtsamkeit nicht. Es wird dir nichts bringen, wenn du bei Säule Nummer 4 startest. Fang bitte beim Fundament an, genauso wie auch ein Haus ein solides Fundament benötigt. 

Also lautet die erste Aufgabe, wenn du mehr Selbstwert aufbauen willst, deine Achtsamkeit dir selbst gegenüber zu schulen. Die Newsletterempfänger schnappen sich an dieser Stelle bitte die Übung, die sie über den Newsletter bekommen haben für eine erste angeleitete Selbsterfahrung. Auch diejenigen, die bereits an meinem Achtsamkeitsworkshop o.ä. teilgenommen haben, werde hier eine neue Übung erleben. 

Über Achtsamkeit mehr Selbstzuwendung und mehr Selbstakzeptanz

Ziel des Übens ist die erhöhte Aufmerksamkeit sich selbst gegenüber. Allerdings geht es nicht darum, dass du im hedonistischen Sinn nur noch zum Genuss strebst und es dir maximal einfach machst. Nein, nein – ich verleite dich nicht dazu, den Job zu schmeißen, um den ganzen Tag im Bett zu liegen, Netflix zu gucken und Schokolade zu naschen. Das wäre banale Vermeidung – mehr nicht.

Es geht vielmehr darum, die eigene Energie immer so einzusetzen, dass du je nach Situation in optimale Balance kommst und auf sinnvolle und gesunde Weise permanent pendelst zwischen den Qualitäten Anspannung und Entspannung. Das bedeutet konkret: Wenn du in einer bestimmten Situation eine gewisse Wachheit brauchst – zum Beispiel beim Auto fahren – dann sorge dafür, dass du im passenden Maße in die wache Spannung gehst. Das bedeutet aber auch, dass du nicht überwach sein musst. Beim Auto fahren steht heutzutage kein Säbelzahntiger hinter dir, der dich fressen will.

Selbstzuwendung schulen

Also übe dich in den nächsten Tagen in Achtsamkeit, wende dich damit dir selbst im verstärkten Maße zu. Versuche, immer wieder im Moment zu bleiben. Beobachte, was das mit dir macht. Von Entspannung bis hin zu innerem Widerstand, weil doch „erst mal allen anderen geholfen werden muss“, ist alles an innerer Reaktion möglich. Und auch wenn innere Widerstände aufkommen, sorge trotzdem gut für dich. Nimm diese Widerstände an. Die müssen nicht Dauergast bleiben. Dein Wohlergehen ist wichtig: Denn wie willst du denn kraftvoll anderen helfen können, wenn es dir nicht gut geht?

Im nächsten Blogbeitrag geht es weiter!

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